Video zur Serien-RVL

Die Pressestelle der Universität hat ein kleines Video zur Ringvorlesung gemacht, u.a. mit Daniel Stein, Niels Werber und The Walking Dead. 

Ringvorlesung WS 17 / 18 „Serien“

Jeden Dienstag, 10-12 Uhr im Audimax

10.10. Daniel Stein: „Homo Serialis, oder Die Macht der Serie“

17.10. Niels Werber: „Ausnahmezustand in Serie. Politische Experimente in The Walking Dead“

24.10. Georg Stanitzek: „Beschäftigung mit dem Flipper, um 1970“

07.11. Daniel Stein: „Pop(ulariät) in Serie: Comic-Superhelden“

21.11. Olaf Sanders: „Von Band of Brothers zu Six: Krieg in Serie“

28.11. Josef Imorde: „Serielles Malen. Authentizität und Wiederholung in der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts“

12.12. Hans Velten: „Das Mittelalter in Game of Thrones“

19.12. Maren Lickhardt: „Game Logik in The Walking Dead“

09.01. Nathanael Busch: „Ist Merlin ein Timelord? Über Serien in Serien und Crossover-Effekte“

16.01. Anja Müller: „Waiting for the Winds of Winter and Dreaming of Spring. Game of Thrones and Accidental Transmedia Worldbuilding“

23.01. Angela Schwarz: „Geschichtspopularisierung in Serie. Wieviel Vergangenheit verträgt das Computerspiel?“

30.01. Niels Penke: „And the Saga Continues. Von der Gattung zum Etikett“

Zum Download, hier das Plakat

Tagung Common Ground

ÄSTHETIK UND RHETORIK DES COMMON GROUND
Museum für Gegenwartskunst Siegen
26.–28. Oktober 2017

 

Die Tagung „Ästhetik und Rhetorik des Common Ground“ fragt nach den kulturellen Grundlagen der Gegenwart. Wie konstituiert sich heute der öffentliche Bestand dessen, was wir von der Welt wissen? Was dürfen wir von uns und unseresgleichen erwarten? Welche Geschmacksgrenzen brin­gen sich heute noch zur Geltung und können eben darum subvertiert werden? Welche Regeln des Sagbaren und des Unsäglichen, des Darstellbaren und Tabuierten finden Beachtung oder werden überschritten? – Diese Fragen drängen sich heute regelrecht auf, wenn man beobachtet, wie die aktuellen Auseinandersetzungen über kulturelle Common Grounds ausgetragen werden. In den auseinanderdriftender Sinnwelten im Gewimmel der ‚breiten Gegenwart‘ können Deklarationen und Reklamationen kultureller Common Grounds nur dann Beachtung finden, wenn sie mit großem performativem Einsatz und skandalträchtiger Semantik reüssieren. Dadurch wird die Hintergründigkeit und Latenz des Kulturellen aufgehoben – und zwar sowohl in den Programmen neuerer kultureller Reinheitsphantasien als auch durch die mediale Inszenierungen frei verfügbarer kultureller Heterogenität. Das kulturelle Selbstverständnis kann heute offenbar jederzeit und überall zum potenziell eskalierenden Konfliktfall werden – unabhängig von regional gepflegten Sitten und Gebräuchen, Institutionen und Rechtssystemen. Der gegenwärtige Widerstreit der Kulturalisierungsregimes – zwischen einer modernistischen, kosmopolitischen „Hyperkultur“ und einem reaktionären „Kulturessentialismus“ (Reckwitz) – wirkt auf den ersten Blick wie eine Wiederauflage der Auseinandersetzung zwischen universalistischen Weltzukunftsprojekten der Aufklärung (Menschenrechte, Freiheit etc.) und nationalistisch, ethnisch, rassistisch oder sonst wie exklusionistisch begründeten Common Ground-Inseln imaginierter Gemeinschaften. Aber handelt es sich tatsächlich um einen neuerlichen Kulturkampf um die zivilisatorischen Errungenschaften der Moderne, oder äußert sich in den populären Identitätspolitiken und Populismen der Gegenwart ein Strukturwandel kultureller Aushandlungsprozesse?
 

Donnerstag / 26.10.

ab 13.30
Willkommen

14:00
Grußwort des Prorektors für Studium, Lehre und Lehrerbildung der Universität Siegen Michael Bongardt

14:10
Einführung der Veranstalter: Penke / Schaffrick / Venus

14:30 – 15:30
Susanne Lüdemann (München)
Geschmacksgemeinschaften. Zur politischen Geschichte der Urteilskraft

15:30 – 16:30
Maren Lickhardt (Innsbruck)
Welt-Niederösterreich in der Krise. Braunschlag fehlt der Common Ground

16:30 – 17:00 Kaffeepause

17:00 – 18:00
Niels Werber (Siegen)
Breaching Experiment oder New Common Ground: Donald Trump twittert

20:00   Abendessen

Freitag / 27.10.

10:00 – 11:00
Jochen Venus (Siegen)
Kulturelle Gemeinsamkeiten in der Popmoderne. Zur Paradoxie fakultativer Verbindlichkeit

11:00 – 11:30 Kaffeepause

11:30 – 12:30
Wolfgang Ullrich (München)
Identität als Schönheit. Zu einigen Denkfiguren der Identitären Bewegung

12:30 – 14:00 Mittagspause

14:00 – 15:00
Jan Gerwinski (Siegen)
Der Stammtisch als Prototyp für „den Aufstand der Einfachheit“?

15:00 – 16:00
Diedrich Diederichsen (Wien)
Der Materialstand der Weltgeschichte – Taugt der „Stand der Dinge“ als „Common Ground“?

16:00 – 16:30 Kaffeepause

16:30 – 17:30
Matthias Schaffrick (Siegen)
Poetik der populistischen Phrase. Zum Common Ground des gesunden Menschenverstandes

17:30 – 18:30
Petra Gehring (Darmstadt)
Ethico-tainment

20:00   Abendessen 

Samstag / 28.10.

10:00 – 11:00
Tilman Allert (Frankfurt/Main)
Populäre Extravaganz. Karl Lagerfeld zum Beispiel

11:00 – 12:00
Steffen Mau (Berlin)
Das metrische Wir. Über die Quantifizierung des Sozialen

12:00 – 13:00 Abschlussdiskussion

 

Veranstaltet durch:

Dr. Niels Penke
Dr. Matthias Schaffrick
Dr. Jochen Venus

Universität Siegen
Germanistisches Seminar / Forschungsstelle Populäre Kulturen
Hölderlinstraße 3
57068 Siegen

Kontakt: penke@germanistik.uni-siegen.de